Hoppla, willkommen zurück, Balthazar. In Sachen Solosachen und Veränderung war in der belgischen Basis bekanntlich einiges los in den vergangenen vier Jahren. Warhaus zum Beispiel. Aus dessen kulturdurchtränkter Champagnerschenke könnte auch der Titeltrack „Fever“ stammen. Dann aber nimmt das Album Drehungen und Wendungen. Und was läge eigentlich näher, als sich dem Discofieber zumindest mit glasigem Blick durch einen Cocktail von der Hauskarte zu widmen?

Da hat sie schon recht, die Hamburger Morgenpost: „Mehr Bee Gees, weniger Melancholie“, bringt es unsere gute Freundin Simone Deckner (aus)gelassen auf den B-Punkt. Das vielleicht programmatische „Changes“ tänzelt nämlich ganz schön leichtfüßig durch die Gegend. Leierte darin allerdings nicht dieser enervierende Faden quietschender Kontrapunkte. Macht aber nichts. Und schon gar nichts kaputt. Zumindest wenn man Balthazar nicht als stets gutgelaunte Assistenz von Glückshormonen für sich vereinnahmt. Kaum ein zarter Zuckerguss ohne leichten Verdacht auf winzige Nuancen bitteren Beigeschmacks. Immer noch schleppt sich das alles auf höchstem Niveau dahin, bedient sich auch mal in der eigenen Historie, flattert mit dem Seelenvogel um die Wette und fällt am Ende einmal mehr aus der Gegenwart. Apropos Zukunft: Balthazar | 14. Februar | Gruenspan (kel)

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