Schräger Vergleich, aber erinnert ihr euch noch an The Catch und „25 Years“? Das One-Hit-Wonder ahnte vielleicht seinerzeit in zugegeben sehr überschaubarer Miniaturausführung, was Archive viel später unter dem Einsatz von Zutaten wie Trip-Hop und Electronica begannen und ab 2002 unter Ausleihe einiger sehr hübscher Pink Floyd-Impulsaren zur mindestens Perfektion brachten. „You All Look The Same to Me“ öffnete progressiven Impressionen, psychedelischen Obsessionen und Melodien aus dem Zauberwald Türen und Tore. War übrigens so die Zeit von Mogwai-Großtaten und The Secret Machines-Irgendwos („Now Here Is Nowhere“), falls sich wer erinnern mag.

Spätestens zu dem Zeitpunkt war es also auch um die Klientel hierzulande geschehen. Archive irgendwas mit Indie-Superstars. Und rückblickend: Wer hat nicht schon damals auf den Kalauer gewartet, dass Archive endlich mal ihre Archive öffnen? Autsch, aber egal, denn Am 10. Mai erscheint mit “25″ ein Jubiläumsalbum in verschiedenen Ausführungen. Sieben bislang unveröffentlichte Tracks (u.a. gemeinsam mit Band Of Skulls), ein 160-seitiges Buch mit zeitgenössischen Interviews und einiges mehr vom nerdigen Fan-Stoff runden ein Paket ab, das es sicherlich auch Weihnachten noch zu erwerben gibt. Und wer, entgegen unserer Erwartung, mit den „neuen“ Liedern noch leicht fremdelt, holt sich zwischendurch die guten alten “Again”, “Numb” und selbstredend die ultimative „Fuck You“-Schelle ab. Archive| 21. Oktober | Große Freiheit 36 (kel)

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