Hey, New Model Army, jetzt wollte ich gerade frei heraus interpretieren, eure Bandgeschichte ab dem 30. August 2019 mit eurem neuen Albumtitel „From Here“ küchenphilosophisch verknoten und dann? Kommt ihr mit dem folgenden Zitat um die Ecke und nehmt mir den rauen Wind aus den Segeln, denn: „Das Album gehört für uns zu einem ganz besonderen Ort und einer bestimmten Zeit“.

Ein tiefenentspanntes Mimimi später denke ich nicht mehr an das Vorhaben, zurück zu blicken auf einundfuffzisch Staaten, doofe Fragen, Vagabunden, auf „Thunder & Consolation“ als vorläufigen Über-Klimax nach vorher schon gefühlt unzähligen Alben dreckiger Musikgeschichte. Und wer sich noch an die kurze Raw Melody Men-Tour durch kleinste Clubs Anfang der Neunziger erinnern kann, ist eben doch dabei gewesen.

Heute, 2019, aber nun „From Here“, dass sich im kurzen, instrumentalen Album-Teaser so präsentiert als wolle es sich einigen schweren Elementen dieser Erde entgegenstellen. Vielleicht auch der dunkler leuchtenden Seite der Macht. „From Here“ wurde nämlich Anfang 2019 auf der winzigen norwegischen Insel Giske aufgenommen. Und ahnma, was da so die Wettervorhersagen so alles können. Vielleicht hält es aber auch einfach nur die Balance. Denn Justin Sullivan differenziert die Charaktere seiner Band einerseits spitz aus. Weiß jedoch gleichwohl: „Eines haben wir gemeinsam: Die Liebe zu kargen, offenen, kalten, rauen Landschaften – Wasser, Schnee, Fels“. Der Untergrund könnte durchaus unwirklicher sein für New Model Army am 11. Oktober in der Markthalle. (kel)

Share.

Comments are closed.