Album der Woche: Norbert Buchmacher

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Weder heißt Norbert Buchmacher Norbert Buchmacher noch ist Norbert Buchmacher nur Norbert Buchmacher. Norbert Buchmacher ist eine Band. Bestehend aus fünf Herren, allesamt mit Punkrock und Hardcore in der Biografie, obendrauf mit einem Deal mit dem Boyssetsfire-Label End Hit Records (Stick To Your Guns, Dave Hause, Nathan Gray) in der Tasche – und doch ganz anders klingend. Ganz, ganz anders.

Habitat einer Freiheit” (kannst du HIER kaufen) ist ein poppiges, ein melancholisches, ernstes, politisches wie persönliches und am Ende hochspannendes und gar faszinierendes Singer/Songwriter-Album. Reduziert gespielt, akustisch, mal mit Klavier, mal als Ballade, gefühlvoll im Sinne von gefühlvoll, aber dabei gleichzeitig ziemlich kraftvoll und intensiv. Und so hat “Habitat einer Freiheit” trotz Bandstärke was von einem Solo-, ist aber trotzdem zu jeder Zeit ganz klar ein Band-Album. Manchmal laut, manchmal lauter, immer ganz schön … schön. Sehr schön, Album der Woche! Jawohl.

Während Norbert Buchmacher hier tatsächlich etwas Eigenes machen und am Ende tatsächlich nur nach Norbert Buchmacher klingen, klingen dennoch hier und da andere durch. Zum Beispiel der wunderbare Herbert Grönemeyer genau wie Henning May, die wenn sie ihre Stimmen doppeln würden, wahrscheinlich wie Norbert Buchmacher klingen würden. Auch musikalisch ähnelt manches dem Bochumer, weitere Namen: Jupiter Jones (Stichwort: Pop), Chuck Ragan (Stichwort: Rotz) oder Bruce Springsteen (Stichwort Herz). Und am Ende aber: Norbert Buchmacher. Wir wiederholen uns.

Inhaltlich geht es um Freunde, Liebe und Familie, aber auch um das große Ganze, um Ungerechtigkeiten, Politik, die ganze Scheiße da draußen (“Sonntags immer schön brav in die Kirche rennen, aber dann laut klatschen, wenn die Heime brennen”). Sind halt alte Punkrocker, die fünf Musikanten der Band namens Norbert Buchmacher. (mf)

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