Zu vierzig Jahren Bandbestand kann man sich schon einmal was gönnen. Zum Beispiel Till Brönner als Gast auf dem eigenen Album „In The Blue Zone“. Einer dieser Langspieler, die nur wenige Takte benötigen, um so zu erscheinen, als sei er von den KünstlerInnen, also von Shakatak, bereits in den Achtzigern aufgenommen worden eigentlich. Wie überaus charmant das alles doch anknüpft, als wären solche Easy-Listening-Welthits wie „Day By Day“ mit dem unvergessenen Al Jarreau, „Mr. Manic & Sister Cool“ oder natürlich das (vergleichsweise hektische) „Down On The Street“ erst vorgestern aus der warmen Plattenhülle gekrochen.

Dabei lag die Wahrheit ja in einer Ära, die ähnlich kalte Bässe kannte wie sie zeitgleich bei den Kollegen Level 42 zu ähnlicher Perfektion gerührtschüttelt wurden. Also wie ein blass leuchtender, aber im Nachgang umso wirkungsvollerer Cocktail danach. Nach was auch immer, das bleibt eurer Fantasie überlassen. Apropos: Wer eine Etage tiefer in der Welt von Shakatak forschen möchte, dem sei die 16:09 Minuten-Liveversion von „Night Birds“ empfohlen. Nachzuhören beispielsweise auf dem formidabel kompilierten Album „Live At Duo Music Exchange“. Ja, auch Plattentitel können Unterkühlung. 26. April 16. März 2021: Shakatak im Nochtspeicher (concert-news präsentiert) (kel)

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