Heute erscheint das neue Album von Kylie Minogue. Disco, Digga, Album der Woche, ganz klar. Hier und jetzt schwärmen wir davon. Und wir machen das, weil wir ein absolut reines Gewissen haben. Stichwort. Wir.

Wir machen jetzt nämlich (wieder) ein bisschen anders. Bisschen wie früher. Als wir damals angefangen haben, waren wir ganz wenige, die ganz viel Lust hatten. Dirk, Carina, Kel, Kai, später Matze. Regeln? Keine. Einfach machen, nicht selten gab es fünf (!) Artikel am Tag, der Kalender wurde stetig besser und schnell das Herz des Ganzen. Aber wie das manchmal so ist mit geilen Sachen: sie werden manchmal größer. Mehr Leute wollten den Kram lesen, den wir verzapft haben, mehr Leute wollten mitmachen, mehr Veranstalter, Agenturen und Labels wurden auf uns aufmerksam. Eigentlich super.

Das Team also wurde größer, die Verantwortung und die Verpflichtungen aber ebenso. Und die Träume, klar. Hey, wir haben sogar ein Festival gemacht. Doch wie das manchmal dann auch so ist: Es ändert sich dann wieder. Hier eine Diskussion, dort ein Ärgernis, das Team nicht wirklich ein Team, dazu haben manche von uns Kinder in die Welt gesetzt, Jobs gewechselt, Hobbys entdeckt. Und obendrauf kam Corona.

Aber Jutebeutel hin, Hippster her, Stand heute ist es so: Das Team ist wieder kleiner, Regeln sind abgeschafft, wir machen, was wir wollen. Häufig hier auf dem Blog, noch häufiger vielleicht auf Facebook. Wir werden weiterhin Shows präsentieren, Tickets verlosen (wenn es wieder Shows gibt) und uns auf Konzerte freuen. Aber vielleicht nicht mehr jeden Tag, dafür an einem anderen gleich mehrfach. Und wir werden auch mal über Platten von Künstlern reden, die gerade keinen Hamburg-Termin am Start haben. Wie zum Beispiel: Kylie Minogue! Liebe.

“Disco” heißt das Album, ihr 15. insgesamt. Kurz: Legende. Zwölf Songs sind drauf, jeder für sich ein echter Minogue, gleichzeitig aber auch mal wieder anders als die Sachen der vorherigen Platten. Wobei klar ist, was sie heute macht. Zurück in die 70er und das Beste von Heute, Disco, Pop und Euphorie. Es ist ein großer Spaß und es ist tatsächlich speziell. Denn Kylie Minogue verzichtet hier weitestgehend auf modernste Elektronik, auf Beats aus der Konserve, auf den hippen Scheiß im Jutebeutel. Lieber so: Magic.

Und doch passiert noch mehr, macht Kylie Minogue noch mehr. Ein Song wie “Unstoppable” zum Beispiel hat einen allerfeinsten 80er Touch und erinnert tatsächlich an die ganz frühe Kylie, auch “Celebrate You” kommt nicht nur lasziver als die meisten “Disco”-Songs, sondern lässt einen direkt an Jason Donovan denken, “Say Something” besitzt versteckt den Funk und einen erhöhten Schmachtfaktor. Kurz: da passiert was, das ist stark, das muss man hören, kennen, haben. Und sich zwingend sofort bei den Disco Boys von finestvinyl.de ordern. Danke.

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