Sonntag. Pfingsten. Abends. Das Kind schläft. Die Zeit ist da. Für die ganzen CDs, die sich so angesammelt haben. Die man hören möchte, hören muss. Man freut sich auf Vielfalt, auf alten Helden und vielleicht ja eine neue Lieblingsband. Doch es kommt anders. Ganz anders. Denn früh, viel zu früh hört man “New York, Rio, Rosenheim”, die neue von den Sportfreunden. Und hört sie und hört sie und hört sie und findet sie so saugut. Andere Platten? Nicht heute, heute nur noch Sportfreunde Stiller.
Genau heute erscheint die neue Platte. Und lange hat man die drei Jungs nicht mehr so spannend und aufregend und mitreißend und einfach tolltolltoll gehört, lange klangen sie nicht mehr so erfrischend, mutig, anders und locker. So vielfältig und durchgehend super. Das kitschige-kräftige “Wenn Pferde schlafen” wird schnell zum Popmonster, Die “Hymne auf dich” ist wirkliche eine, “Unter unten” mit Streichern, Elektro, Punk und Sprechgesang kranker geiler Scheiß und “Applaus Applaus” an sanfter Schönheit kaum zu überbieten. Zum Beispiel. Mindestens zehn der zwölf Songs hier sind absolute Hits. Und passend dazu bringt es “Wieder kein Hit” auf den Punkt: “Hab mal wieder nicht gemacht, was ich sollte. Sondern einfach nur was ich wollte.” singen sie. Und genau das hört man. Und findet es so gut.
Live sind die Sportfreunde Stiller schon in der kommende Woche zu bestaunen, am 29. Mai spielen sie in der Großen Freiheit 36. (mf)