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3 Fragen an: SCAMS

Es ist schon wieder etwas Zeit vergangen, seit wir am 19. Juli SCAMS im Studio besucht haben. Dort wurde uns, neben Songs von ihrem Erstling, das zweite Album „Add And Subtract“ präsentiert. Während die Band im Scheinwerferlicht schwitzte, konnten wir uns ganz entspannt in Wohnzimmeratmosphäre einen ersten Eindruck verschaffen, wie das neue Material live klingt. Zu genießen gibt es all das auch bald wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten – jedenfalls für die SCAMS, denn die haben noch immer diese unbändige Spielfreude. Wir präsentieren die Show am 17. September in der Molotow Bar. Dann wird garantiert nicht nur beim Vierer aus Leeds, sondern auch beim Publikum der Schweiß tropfen. Mittanzgefahr!

Zur Überbrückung der Wartezeit haben wir Frontman Andy Morgan drei Fragen gestellt:

Was erzählt Ihr Leuten, die Euch nicht kennen, um sie davon zu überzeugen, Euer Album zu kaufen oder Euer Konzert zu besuchen?

Tja, Leute von deiner Band zu überzeugen ist gewiss nicht einfach. Wir haben uns schon viele Tage und Nächte darüber den Kopf zerbrochen, haben unsere Songs immer wieder auf Herz und Nieren geprüft, auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Dabei sind wir uns natürlich manchmal im Proberaum auch gegenseitig ganz schön auf die Nerven gegangen. Unsere Songs zeichnen sich durch die Fülle an Melodien und ihre Vielfalt aus, die wir live bestmöglich mit vollem Einsatz und Glaubwürdigkeit unseren Fans und Zuschauern präsentieren. Die Liveshows fordern viel Schweiß, bereiten uns zum Glück aber grundsätzlich verdammt viel Spaß!

Wenn Ihr nicht gerade eine SCAMS-Show spielt, für welchen Künstler stellt Ihr Euch beim Konzert in die erste Reihe und weshalb?

Die Menschen werden oft gefragt: „Beatles oder Stones?“ und ich denke, eine Menge hängt davon ab, womit Du aufgewachsen bist, was Deine Eltern Dir vorgespielt haben. Für mich ist es nichts von beiden. Ich wuchs nicht mit Rock and Roll auf, es war immer Soul und Motown, Musik wie die von Sam Cooke. Und Michael Jackson, einfach ehrliche Popmusik, strotzend vor „hooks“.

Neben Leeds scheint Hamburg Euer zweites Zuhause zu sein. Ihr habt hier Eure Songs aufgenommen und bereits ein paar Shows gespielt. Ihr habt viel Zeit hier verbracht. Was mögt Ihr an Hamburg am meisten, welches sind Eure Lieblingsplätze? Und was ist der Unterschied zu Leeds?

Deutschland ist definitiv zu unserem zweiten Zuhause geworden. Wir haben unsere beiden Alben in Hamburg aufgenommen und lieben das Publikum dort. Wir sind noch immer eine recht junge Band, deshalb gibt es natürlich auch viele Leute, die uns noch nicht gehört haben. Wir haben festgestellt, dass die deutschen Musikfans sehr offen für neue Musik sind. Sie nehmen sich ganz bewusst die Zeit, Musik anzuhören. Und dann besuchen sie in der Folge auch die Konzerte. Das kam auch uns in Deutschland zu Gute und deshalb haben wir Ihnen live stets unser Bestes zurückgegeben.

Ähnlichkeiten zwischen Hamburg und Leeds sind vor allem die vielfältigen Veranstaltungsorte. Für uns spielt immer die Atmosphäre in einem Club eine große Rolle und die ist in den Hamburger Clubs immer einfach großartig. Orte wie bspw. die Astra Stube und das Molotow sind uns gleichermaßen in toller Erinnerung. Unser Studio Clouds Hill ist einfach unglaublich und wir verstehen gut, wieso so viele Acts diesen Ort kennenlernen wollten und vermehrt immer noch wollen – jeder von Bombay Bicycle Club bis Omar Rodriguez hat schon mal dort aufgenommen. Und ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass es auf der Welt einen weiteren so besonderen Ort wie diesen gibt.

Interview + Fotos: Carina Rudolph


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