Wie das wohl werden wird, mit diesem PeterLicht? Ein Konzert auf Kampnagel mit einem Künstler, der sein Gesicht erfolgreich vor der Öffentlichkeit versteckt. PeterLicht: Der Nachbar Wilson des deutschen Politpops. Der ewige “Sonnendeck”-Assoziierte. Der Sozialkritiker im Dadapelz. Der singende Autor. Der schreibende Sänger.
PeterLicht auch: Der Mann mit den großen Songs. Den Gedankenpalästen. Den Vorwürfen und Forderungen in dreieinhalb Minuten. “Das Ende der Beschwerde” hieß sein letztes, viel zu wenig beachtetes Album. Es ist eines dieser Alben, die einem am Herzen rütteln und in den Kopf hämmern: so geht das nicht. Nicht mehr. Das herausragende an PeterLicht ist: er macht einen gleichzeitig glauben, dass es eine Alternative gibt zu Verzweiflung, zu Resignation und Aufgabe.
Wie macht er das, dieser PeterLicht? Die Stimme, vielleicht ist das der Schlüssel. Durch all die Worte, die er verliert, die ihn weniger werden lassen, wird man selbst mehr. Sie besitzt Ernst und Vergnügtheit, genau wie seine Worte. Der Witz liegt im Detail. Aber lustig, das macht er sich nie.
Wie das wohl werden wird, am 23. Februar auf Kampnagel? Gut wird’s. Endlich. (mmk)