Ein Blick auf die Konzerthistorie der Sterne bei last.fm fördert für 2013 Überraschendes zu Tage: Ein ganzes Jahr (fast) kein einziges Konzert der “hardest working band in German indie rock business”? Kann das sein? Bei einer Band, die in 22 Jahren zumindest gefühlt in ungefähr jedem Laden mit Fassungsvermögen zwischen 10 und 1000 in dieser Republik aufgetreten ist? Damals in den USA? Und jüngst in China, in Japan? Eine Band, die sich noch nie für ein Benefizkonzert oder auch die drögste Kleinstadt zu schade war? Ein Jahr nur Buch schreiben, kein Studio, kein Tourbus?

2014 ist wieder ein normales Jahr. Sterne sind auf Tour. Die Sterne haben eine neue Platte – es ist ihre Zehnte, sie heißt “Flucht in die Flucht” und sie erscheint am 29. August. Außerdem ist sie gut. Puh! Die Songs haben Druck, nicht die Grooves und Discobeats vom Vorgänger “24/7”, doch der einfallsreiche Griff in zahlreiche Genreschubladen, in Soul, Funk, Rock, in so ziemlich alle Richtungen, die die Popgeschichte hergibt, ist geübt. Die Texte haben diese Spilkersche Cleverness, die nie ins rein Intellektuelle abdriftet. Ein “Psychedelic-Pop”-Album soll es sein, so die Selbstbeschreibung und ja, man hört es heraus, das Psychedelische, aus Songs wie “Innenstadt Illusionen” und “Miese kleine Winterstadt”. Aber am Ende ist es vor allem ein “Die-Sterne-Pop-Album” mit diesem Sound, wie ihn nur diese drei, vier Herren seit mehr als 20 Jahren produzieren. Mögen sie noch lange weiter alle zwei Jahre eine Platte machen und jedes Jahr auf Tour gehen!

Der Tour-Start in Hamburg am 22. August auf Kampnagel ist ausverkauft, aber für den 31. Oktober im Uebel & Gefährlich gibt es noch Karten, z.B. bei der da. (cp)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.