Bl
ondage haben ihre erste EP herausgebracht – und sind trotzdem alte Bekannte. Schließlich firmierte das Duo ehemals unter dem Namen Rangleklods und mischt seit 2010 die Electropop-Szene auf. Was das Ganze soll? Eigentlich auch egal, Namen sind eh Schall und Rauch und wenn sich P. Diddy ständig umbenennen darf, warum nicht auch die beiden Skandinavier? Schauen wir also, was die selbstbetitelte Debüt-EP zu bieten hat.
Zackiger, tanzbarer Pop, der zwar einigermaßen radiotauglich ist, aber dabei nicht beliebig wirkt: Dieser Balance-Akt gelingt besonders gut bei “Dive”, einer der beiden Vorab-Singleauskopplungen. Etwas karibisch angehaucht kann man fast nicht anders, als zumindest beschwingt mitzuwippen. Quasi der Sommersong, für den sich im Mai noch niemand interessiert hat.
“BEG” hingegen lehnt sich an die immer noch brodelnde, aber nie so komplett im Mainstream angekommene Future RnB-Bewegung an und überzeugt mit langsamen, intensiven Beats, tiefen Bässen und flehenden Lyrics. Ästhetisch ist wohl das Wort, mit dem sich “Blondage” am besten beschreiben lässt. Man darf gespannt sein, welche neuen Kräfte der Namenswechsel in Zukunft noch wecken wird.
Wer Lust hat, sich live von Blondages Qualitäten zu überzeugen: Die beiden spielen am Samstag im Rahmen des Reeperbahn Festivals, am 7. Dezember gibt es dann auch ein reguläres Konzert im Molotow. (mu)
