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Album der Woche: Everlast

„Ich brauche keine Villen und Privatjets. Mein heutiger Lebensstil ist nachhaltig. So kann ich es mir erlauben, acht Jahre für ein Album zu brauchen.“ Das sagt Everlast. Und das hört man auf seinem neuen Album. Verdammt, was ist „Whitey Ford’s House Of Pain“ für ein gechilltes Album. Und was für ein hervorragendes dazu.

Vorab: Ja, es gibt hier so ein, zwei Tracks, die eher so okay sind, die ein bisschen plätschern. Aber: Scheiß drauf, zu viel ist zu gut hier. Zu stark ist die Kombination aus Everlast und … dem anderen Everlast.

Der Titel nämlich passt, klassische Whitey Ford-Nummern zwischen Hip-Hop, Rock, Folk und Country treffen auf oldschoole Rapsongs, jeder für sich fügt sich ein, gemeinsam wird eine runde Sache draus, eine spannende, gechillte Sache. Los geht’s mit dem poppigen Opener „One Of Us“, später begeistern lässige Lieder wie „Smokin & Drinkin“ oder das mächtige „The Climb“, ein feiner Midtempo-Song mit ganz viel Groove und dem verspielt-bluesiegen Sound aus den Sümpfen. Ganz stark!

Wobei persönlich die Rap-Seite noch besser gefällt, Songs wie „The Culling“ und „Dream State“ und ganz besonders „Slow Your Roll“, das ein bisschen in die Wu Tang Clan-Ecke schielt, mit Aloe Blacc einen tollen Gast begrüßt und obendrauf mit beißender Gitarre punktet. Noch stärker, das sind Hits! Mit Slug von Atmosphere gibt’s auf  dem schleppend-dunklen „Oooohh (I Don t Need You)“ übrigens noch einen zweiten Featuregast auf „Whitey Ford’s House Of Pain“ von Everlast.

Das Album erscheint heute (und wartet bei Finest Vinyl auf euch), am 12. September spielt Everlast im Uebel & Gefährlich, Dürfte chillig werden. Und ziemlich hervorragend! (mf)