So sieht es also aus, wenn sich ein Beatsteak vergnügt. So hört es sich an. Ganz schön … wirr, funky und vergnügt. Und tatsächlich ziemlich Götz. Ich meine gut. Thomas Götz ist der Drummer der Beatsteaks und die eine Hälfte von NinaMarie, dem gemeinsamen Projekt mit Marten von Turbostaat. Außerdem ist er der Eine von der Einerbande – und der Macher von Tomatenplatten. Auf diesem Label erscheint nun das neue Album von Tics.

Angefangen hat Götz mit seinem Label aber eben mit der Einerbande, mit Singles, mit sich selbst. Drei Jahre ist es her, dass er im Interview sagte: “Ich habe da so einen Fünf-Singles-Plan und wenn ich den verwirklicht habe, dann überleg ich mir was neues. Vielleicht kommt dann der Ten-Inch-Fanclub-Plan zur Ausführung, den ich zusammen mit meinem Freund Marten Ebsen vor Jahren ausgeheckt habe. Aber erst die Pflicht (fünf Singles…), dann das Vergnügen, wie auch immer das dann aussehen wird.” Nun wissen es zum Teil. Fünf Männer, acht Songs, erschienen am Freitag als “Agnostic Funk” – und ein großes, ja, verdammt!, Vergnügen.

Tics funken und fuzzen sich nämlich in beneidenswerter Hemmungslosigkeit durch ihr zweites Album, kennen kein Pardon und machen nicht deins und meins, sondern theirs. Häufig schnell und dreckig, mit Samples und Saxophon, Effekten und ohne, psychedelisch und obendrauf mit Tarantino-Style (“Soft Panic”), später hektisch, treibend, kaputt und post-punkig und noch mal besser (“Blessed”) oder mit der Extra-Portion Groove (“Vampires”), niemals normal, niemals schlecht. Immer gut, gutes Album, gute Band, sehr gute Band! Und live vielleicht noch besser? Am 24. Mai spielen Tics im Hafenklang. (mf)

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