“Auf unserem neuen Album erwarten euch politische, sozialkritische sowie ruhige Songs zu zwischenmenschlichen Themen – allesamt garniert mit einer gehörigen Portion rotzigem Punkrock.” Sagen Rogers. Und sagen Rogers richtig. Richtig gut ist ihr neues Album “Mittelfinger für immer” geworden. Das bereits vierte Album in sechs Jahren übrigens – und vielleicht sogar das beste? Vermutlich schon. Und das, obwohl sie am Ende einmal die Kurve nicht ganz bekommen …

Fangen wir also hinten an. “Ich bleibe hier” ist das 13. und letzte Lied und das ist bei aller Geschwindigkeit und Kraft doch arg nah am Kitsch und könnte auch, tatsächlich, anders musiziert auch auf direktem Wege in die Hölle, Hölle, Hölle sein. Aber eben sonst? Sauber abgeliefert, Rogers, ganz, ganz tolles Album!

Gleich mal der Opener “Einen letzten Abend” zum Beispiel ist ein verdammter Hit mit Broilers-Niveau, eine Monster, eine komplett peinlichfreie Punkrock-Hymne. Direkt danach zocken sie mit Ingo Donot “Zu spät” und das locker-flockige “Mittelfinger für immer” mit diesem klitzekleinen Kraftklub-plus-Muff-Potter-Charme. Kann man nur abfeiern, kann man auch bald zu abfeiern, Rogers spielen am 5. April im Gruenspan.

Und dann werden die Düsseldorfer neben ihren vielen frühen tollen Songs hoffentlich auch ganz viel von diesem Album spielen. Das stampfende “Geh mir nicht mehr auf die Eier” zum Beispiel mit diesen tollen Ohs und Co. oder “Hartes Leben”, das auf Platte mit den Raps vom Hamburger Schmiddlfinga verfeinert wurde, das schnelle “Wer wirft den ersten Schein” oder das nicht so schnelle “Wo gehör’ ich hin”. Im Grunde alle. Außer vielleicht “Ich bleibe hier” … (mf)

PS: Angerogert? Fein. Feines Vinyl gibt es bei finestrogersvinyl.de.

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