Album der Woche: Keele

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Sicher, die Platten, die hier auserwählt wurden, sind in der Regel immer geil. Album der Woche  eben. Doch manchmal sind sie auch mehr. So war es letzte Woche, so ist es auch: heute. Denn heute und damit zwei Jahre nach dem Debüt – das wir übrigens ebenfalls zum Album der Woche kürten – erscheint “Kalte Wände” von Keele. Und das ist nicht so gut wie “Gut und dir”. Sondern besser. BESSER! “Kalte Wände” ist ein Monster von Album, wunderschön, hochintelligent, komplett mitreißend, von Anfang bis Ende großartig! BESSER!

Steckten wir ihr Rookie-Debüt noch in eine Ecke mit Muff Potter, Love A oder Adolar, steht “Kalte Nächte” ziemlich alleine da. Denn sicher, wer eine der genannten Bands mag, der mag auch Keele. Aber die Hamburger haben bereits mit Album Nummer 2 ihren Sound gefunden, sind nur noch Keele und das ist schlicht beeindruckend.

Elf beeindruckende Songs gibt es hier und nicht wenige davon verdienen das Wort Hymne. Jeder einzelne aber packt einen sofort, prescht vor, ist eine ziemlich geniale Gänsehaut-Mischung aus Kopfindie, Postpunkgefühlen und Bauchpunk, ist schnell, treibend, antreibend. Dabei immer so ein bisschen ähnlich, aber doch immer so ein bisschen anders.

Hier gibt es so ein bisschen Sprechgesangiges (großartig: “Panem”), dort ein bisschen vertrackter (“Abendland”), manchmal mit Turbostaat-Gedächtnis-Klasse plus Kraftklub-Charme (“Zwischen toten Nerven”). Ohne wie Turbostaat oder Kraftklub zu klingen. Gar nicht! Geht gar nicht anders: Album der Woche. Top-5 Album 2019. Mindestens. (mf)

Heißer Scheiß: “Kalte Wände” bei Finest Vinyl.

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