Jetzt ist es ja nicht so, dass in diesem noch so kurzen Jahr nicht schon ziemlich viele ziemlich tolle Platte erschienen sind. Alleine heute kommt ein ganzer Batzen, darunter das Live-Album von Chuck Ragan, das Debüt von KMPFSPRT und natürlich unser Album der Woche von All The Luck In The World. Und dann erscheint heute auch “Too Much Information” von diesen Maximo Park.
Und scheiße aber auch, wie stark ist das Ding bitte? Die Briten, die ja schon immer irgendwie ganz gut, aber doch nie so wirklich außergewöhnlich waren, haben ein Album gemacht, dass aber mal richtig Arsch tritt. Womit wir mit den bösen Worten jetzt auch aufhören, sind ja nicht Bushido hier.
Also, Maximo Park, die wollten eigentlich eine EP machen. Aber daraus wurde nichts. Zum Glück: “Ein Album ist ein wichtiges Statement der jeweiligen Zeit, aber bei einer EP kann man es ein bisschen lockerer angehen; so wie wir es auch mit unseren B-Seiten machen. Aber als die EP soweit fertig war, dachten wir, das ist ziemlich gut. Wenn wir auf diesem Weg weiter gehen, haben wir ein Album”, erzählt Sänger Paul Smith.
Und was für ein Album! Ein hemmungsloses, ein erschreckend vielfältiges, ein durchgehend spannendes Album. Voller Synthies, Pop und Rock N Roll, voller 1980er bis heute, voller abgefahrener Momente, Elektronik und Punkrock. Die Band fühlte sich frei und legte los. Zum Teil atemberaubend. “Leave This Island” und “Brain Cells” dürfen als Videos bestaunt, (das lärmende “Her Name Was Audre” und das Highlight “My Bloody Mind” leider nicht), das Album ab heute gekauft – und die Band am 12. Februar im Docks live erlebt werden. (mf)
