Man könnte hier jetzt herrlich über das “Früher war alles besser” reden. Über den Schrott, der sich heute Musiker nennt, über den Unsinn, den wir uns heute anhören müssen und wie viel geile Bands es doch früher gab. Und genau das machen wir jetzt mal. Denn natürlich war früher nicht alles besser und auch heute gibt es viele, viele, viele tolle Bands. Aber früher? War es der Wahnsinn, war es so spannend, tauchten so viele aufregende Dinge auf. Um genau zwei geht es hier und jetzt. Um zwei Götterbands. Um Quicksand und Helmet. Die einen sind recht frisch wieder da, die anderen schon länger, beide kommen nach Hamburg.
Schon am 7. Juni spielen Quicksand im Uebel & Gefährlich und damit die Band, die Anfang und Mitte der 1990er lediglich zwei Alben veröffentlicht hat, damit aber Maßstäbe in Sachen (Post-)Hardcore gesetzt hat. Weil es außergewöhnliche Alben waren und noch immer sind. Denn hey, hört euch mal “Manic Compression” an. Wie frisch und wichtig klingt das noch heute? Wie mitreißend kommt das, wie aktuell und einzigartig?
Vor knapp zwei Jahren spielten sie eine umjubelte Reunion-Show für Revelation Records, jetzt kehrt die Band um Walter Schreifels (Walking Concert, Rival Schools, Youth of Today und Gorilla Biscuits) 16 Jahre nach ihrem letzten Besuch auch zurück nach Deutschland.
Am 21. September dann spielen Helmet im Knust. Und das nicht einfach so, sondern um ihr Album “Betty” einmal komplett zu zocken. “Betty”, vielleicht nicht so legendär wie “Meantime” und nicht so kultig wie “Strap It On”, aber ebenso wichtig, ebenso wegweisend und Heimat großer Hits wie “Wilma’s Rainbow”, “Biscuits for Smut” oder “Milquetoast”.
Ziemlich genau 20 Jahre ist die Veröffentlichung her und genau das wird gefeiert. Und wir feiern mit, freuen uns schon jetzt tierisch auf den Herbst und blicken bis dahin einfach mal zurück. (mf)
