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Album der Woche: Between The Buried And Me

Als Between The Buried And Me im März ihr fabulöses Album „Automata I“ veröffentlichten, dieses Monster voller Mathcore und Kornschem NuMetal, Metal, Prog und Ambient, Screamings, Growls und butterweichen Gesänge, Pink Floyd-Momenten, Extrem-Metal-Geballer, Hardcore-Grooves, verträumte Passagen und wunderschönen Frickeleien, kündigten sie direkt den Nachfolger an. Genauer gesagt die Fortsetzung, „Automata II“. Sänger und Keyboarder Tommy Giles Rogers, Jr. sagte: „Jede Woche kommt und geht so viel Musik, jeder kann sofort neue Musik hören. Da ist es schwer für den Hörer, sich mit einem Album hinzusetzen und alle Facetten zu entdecken. Und weil unsere Alben gewöhnlich auch noch sehr lang sind, veröffentlichen wir unser Album in zwei Teilen.

Und jetzt ist es da, jetzt gibt es „Automata II“. Vier Songs sind nur drauf, die allerdings kommen auf eine Länge von über einer halben Stunde – und mehr geht für den Moment dann eh nicht. Denn hey, Between The Buried And Me, das hört man nicht einfach so und den ganzen Tag. Da hört man zu, das macht man bewusst, das ist ein Ereignis. Jeder dieser Songs ist ein Ereignis. Ein Abenteuer, ein Kunstwerk. Der Opener „The Proverbial Bellow“ braucht gleich mal 13 Minuten, wird aber trotzdem nicht langweilig. Im Gegenteil, immer etwas mehr, immer mal neu. Prog, Digga, im Wechsel still und lärmig, verkopft und verspielt und dabei mit unfasslichem Groove. Stillsitzen nicht möglich, meine Fresse ist das gut! Sorry.

Danach „Glide“, süße 2 Minuten und 13 Sekunden kurz. Los geht’s mit dem Schifferklavier, ihr Landratten, dann so ein bisschen Beatles, bisschen Muse, Soundtrack, Swing (!)  – und wird dann zum Intro von „Voice Of Trespass“. Mit noch mehr Swing, nur eben mit Metal-Untermalung, Jazz und gezupfte Soli, Prog, Rockabilly und Chaos, das ist nicht mehr schön, das ist krank, das ist super. Und wenn Bassist Dan Briggs sagt: „Automata II sees us at our most dynamic and most creative. It feels like turning a page into a whole new terrain and us working all these years together to arrive at this point. It’s quirky, adventurous, melodic, dark and full of theatrics.“ – dann hat er ganz sicher auch und ganz besonders diesen Song gemeint.

Zum Abschluss „The Grid“, fast zehn Minuten lang, atmosphärisch, hart, opulent, fast schon eingängig und im Vergleich zum Song davor regelrecht einfach. So möchten Ghost wahrscheinlich klingen, so würden Alice In Chains klingen können, so klingen nur Between The Buried And Me. Sensationell. Und das gibt es bei den sensationellen Menschen von Finest Vinyl zu kaufen. (mf)

PS: Am 14. November präsentieren wir euch Between The Buried And Me im Gruenspan.