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Emotionale Moleküle

Folk-Pop Liebhaber waren vielleicht etwas skeptisch ob der Ankündigung, das dieses Album elektronischer und (fast) rein englisch sein wird. Tatsächliche Fans aber, können die Tiefe und das Können der Wahlberlinerin aus der Schweiz, weiterhin erkennen und lieben. Sophie Hunger hat nach einer dreijährigen Pause, vor wenigen Tagen ein neues Album veröffentlicht: Molecules„.

Diese kleinen Teilchen, die unter der Oberfläche verbindend wirken und mindestens aus zwei Atomen bestehen. Von den zwei Atomen und den Molekülen, die inzwischen nicht mehr verbunden sind, singt Sophie Hunger klar und offen in „There Is Still Pain Left“. Dieser dritte Song des siebten Albums ist ein sanft-schmerziger Übergang  zu den folgenden Songs, die mehr Drumcomputer als Basis haben. Wie die bereits ausgekoppelte Single Tricks, oder der Wunsch nach dem Zusammenführen der Liebhaber und Freunde, an einem Ort in dem jazzig-poppigen Stück „I Opened A Bar“.
Mal sprechend, mal nahezu flüsternd und immer mit dieser Stimme, die jederzeit nach oben oder unten brechen kann, führt diese Künstlerin durch die insgesamt elf Songs. Zum Abschluss ein zartes „Coucou“ in dem dann doch wieder etwas französisches auftaucht, vielleicht an den Verlassenen gerichtet übersetzt „ich erinnere mich an alles.“

Was Sophie Hunger geschaffen hat ist nicht nur künstlerischer Abschied von einer Liebe, sondern eine sehr hörenswerte musikalische Entwicklung zum hungereigenen minimal-folkloristischen Elektropop. Für die Konzerte am 30.09. im Uebel& Gefährlich und am 2.10. im Gruenspan gibt es noch! Karten. (tk)