Es hat sich was getan bei Slothrust. Auf ihrem vierten Album, das vergangenen Freitag erschien. Über “The Pact” sagt Sängerin Leah Wellbaum im Interview mit gaesteliste.de nämlich: “In der Vergangenheit ging es uns darum, im Studio ein möglichst gutes Foto dessen aufzunehmen, wie wir live klingen. Wir sind dabei stets so vorgegangen, dass wir – als Trio – versucht haben, im Studio richtig gute Live-Performances von uns als Rockband einzufangen. Dieses Mal aber hatten wir aber viel mehr Zeit mit Sounds und Texturen zu experimentieren. Wir konnten auf diese Weise also das Studio wie ein Werkzeug einsetzen – und das war dann etwas, wozu wir in der Vergangenheit einfach keine Möglichkeit hatten.”

Experimentieren sagt sie. Und wir hören. Denn das runde Dutzend Songs ist ein äußerst vielfältiges geworden, ein lautes und leisen, schlichtes und bis oben hin gefülltes, ein euphorisches, nachdenkliches, entspanntes. Mensch, Slothrust  was für tolle Songs, was für ein  tolles Album. Was für schöne kleine Spielereien und Überraschungen. Gelungene Experimente. Wie zum Beispiel Candy Dulfer-Bläser in “On My Mind”, Americana-meets-Echobelly-Momente in “New Red Pants”, pure 1980er in “On My Mind”. Passt alles und passt zum Rest, passt zum Irgendwie-Indie des Trios, zum hier und da auch punkigen, ja fast schon Nirvana-grungigen Rock N Roll.

Bitte erst “Double Down”“Peach” und  “Birthday Cake” hören und sehen, dann Album und Tickets kaufen.  Am 31. Januar 2019 spielen Slothrust in Molotow Skybar. (mf)

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