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Das Gegenteil von öde

Akustik-Punk? Gähn. Öde. Weg damit. Weg damit? Nicht in diesem Fall. Bloß nicht, echt nicht, “American Reckoning” von  Anti-Flag ist wahnsinnig gut.

“American Reckoning” besteht aus Songs von “American Spring” (einst unser Album der Woche) und “American Fall” (ebenso einst unser Album der Woche), hier eben akustisch eingespielt. Und verdammt, das klingt nicht öde, das ist das Gegenteil von öde. Denn hier wirken die Songs, wie “Trouble Follows Me”, “American Attraction” oder “Brandenburg Gate”, “The Debate Is Over (If You Want It)” und “Racists” einfach noch mal intensiver, persönlicher, direkt. Das ist kein Lagerfeuer-Punk, keine Schunkelei. “American Reckoning” ist Punkrock, wie er purer nicht sein kann. Überragend.

Und weil das nicht reicht, zocken Anti-Flag hier noch drei Cover hinterher. Nicht akustisch, aber mit Geschmack. “Gimme Some Truth” von John Lennon,  “For What It’s Worth” von Buffalo Springfield und “Surrender” von Cheap Trick. Und auch wenn man eben dieses Surrender schon mehr als häufig gecovert gehört hat, so berauschend, so trocken, so gut wie hier? Vermutlich noch nie …

Und so darf man einfach nur hoffen, dass Anti-Flag, wenn sie am 19. Oktober mit SilversteinCancer Bats und Worriers in der Fabrik spielen, auch manch “American Reckoning”-Song auf die Setlist packen. In der “American Reckoning”-Version. (mf)