Post-Punk? Indie? New Wave? Rock irgendwie? Nein. Pop. Großer Pop, opulenter Pop. Einfach Pop. Geiler Pop! Und das mehr denn je, nie so dolle wie auf “Five”. White Lies veröffentlichen heute ein wundervolles neues Album!

Wirklich gerechnet hatten wir damit ehrlich gesagt nicht. Denn nachdem die Band die ersten Songs vorab veröffentlichte, schrieben wir noch: “Die ersten Songs brauchen eine Sekunde und vielleicht auch zwei Durchläufe, werden auch dann kein neues ‘Morning In LA‘– sind aber schon ziemlich geil, ziemlich großartig.” Jetzt widersprechen wir uns nicht, stellen aber überzufrieden fest: Es gibt fast ein neues ‘Morning In LA. Und vieles mehr.

Tokyo” heißt das neue persönliche Zweitlieblingslied der White Lies. Nicht wegen der ebenfalls geografischen Titelei, sondern wegen dieser fast schon dreisten 80er-Ästhetik, wegen dieser lässigen, kurz vor arroganten Schönheit. Es groovt auf eine so entspannte Weise, ist so eingängig wie das Gegenteil von einfach, ist einfach … ach, hach, hier hören.

Noch mehr hach verströmt “Kick Me”, eine bedrückend-schöne Ballade, die die alten von uns früher gerne auf der Engtanzparty im Engtanzpartykeller statt Nick Kamen und Roxette gehört hätten, die heute alle überall hören möchten. “Schatz, soll ich mal Musik anmachen?” Und die Band dann so: “I know it’s dark. But I can’t be alone. I won’t be alone.” Hach. Und oh.

Mit Lärm schmettern die White Lies dann das euphorische “Jo” oder auch “Never Alone”, “Denial” beginnt kalt, stoisch, bleibt es auch und wird es wieder, haut zwischendurch aber die ganz, ganz große Emotion im Super-Refrain raus, “Fire And Wings” walzt am Ende alles um. Nachdem dazwischen Lieder wie der Opener „Time To Give“ und „Believe It“ und „Finish Line” gelaufen sind. Lieder, die man kennt. Und inzwischen auch ganz wundervoll findet. Wie tatsächlich alles auf diesem Album.

Ihr besorgt euch “Five” bitte bei fivevinyl.de, wir präsentieren euch die White Lies am 24. Februar in der Markthalle. (mf)

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