Wanderschuhe und Trekkingrucksack geschnürt, denn am 20.September geht es wieder los. Das Reeperbahnfestival. Dann hat der Besitzer eines 3Tages, 2Tages oder Eintagestickets wieder die Qual der Wahl, im schlechtesten Fall zwischen Herzrasen und Laufschwielen an den Füßen, im besten Fall zwischen wunderschönen Klängen in selten besuchten Lokalitäten (St. Pauli Kirche, Tivoli) und mitreißenden Überraschungskonzerten in eigentlich unliebsamen Touristen-Wochenenddissen (Moondoo und Café Keese). Klar ist, dass das Reeperbahnfestival alles zu bieten hat, was das (interessierte) Musikherz begehrt. Während die Einen jede Zeile von Lenas „Satellite“ (20.09./ 23:30 – Schmidt’s Tivoli) mitsingen können oder den schlechten Rap von Cro (21.09. / 00:30 – Docks) so sehr mögen, dass sie sich ins möglicherweise überfüllte Docks quetschen, gibt es für die anderen jede Menge anderer Schönheiten zu entdecken.

Schön verspricht es zum Beispiel bei Blaudzun zu werden (21.09. / 22:20 – Imperial Theater), denn der Niederländer wird als absoluter Geheimtipp gehandelt. Da könnte Pünktlichkeit wichtig sein, wenn er auf dem vollgestopften Festivalplan angekreuzt ist. Wer bereits am Donnerstag so richtig Gas geben möchte, dem seien Skinny Lister (20.09. / 22:15 – Angie’s Nightclub) ans versoffene Irish Pub-Folk-Herz gelegt, denn die Jungs und die schlüpfrige Dame machen Spaß wo sie auftreten. Für das textsichere Publikum, denen „Still“ noch nicht auf die Nerven geht, dem aber vielleicht auch der ein oder andere weitere Song von Jupiter Jones gefällt, sollte sich am 22.9. / 20:30 in den Fliegenden Bauten einfinden. Apropos Donnerstag. Wir verlosen für diesen Tag 1×2 Tickets und einen Festival-Jutebeutel. Schreibt uns einfach eine Mail (Teilnahmebedingungen hier).

Und auf den Wegen zwischen Location A und B, wenn man einfach zu spät dran war und der kleine Laden aus allen Nähten platzt oder wenn man keine Lust hat, bei der Taschenkontrolle sein Deo abzugeben, dann entdeckt man manchmal die kleinen feinen Dinge, stellt sich gschwind dazu, wenn Gitarren erklingen und hat so die vielleicht entspanntesten Minuten auf diesem Festival. Wenn es nämlich nicht darum geht, so viel wie möglich an einem Tag gesehen zu haben. Dann findet man wohlmöglich Ben Caplan (22.09. / 21:30 – Hörsaal), Ewert & The Two Dragons (22.09. / 22:30 – Pooca Bar) oder This Is The Kit (21.09. / 20:15 – Hasenschaukel).

Oder man stolpert zu guter letzt, voll mit Musik, Menschen und McDöner in die Molotow Bar, wo die verrückt sympatischen Spinner von Love A (22.09. / 00:15 – Molotow Bar) ihren energiegeladenen Indiepunk abliefern. Dann kann man getrost mit einem Kaltgetränk nickend dastehen und sagen „Es hat sich doch wieder gelohnt!“

Seien wir ehrlich: man braucht einen langen Atem, gutes Schuhwerk, einen oder zwei Äpfel als Proviant, ein zwei nette Menschen, aber vor allem Entspanntheit, damit das Reeperbahnfestival ein schönes Event wird. Als Ortsfremder sollte man sich unbedingt die Lokalitäten vorher anschauen, denn auch wenn die Wege in Hamburg kurz sind, ist ein Clubhopping nur was für hornhauterprobte Füße und dicke Nerven. Plant eure Festivaltage am besten mit einem persönlichen Festivalplan. Weitere Tipps (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Socalled (20.09 / 23:40 – Angie’s Nightclub), Admiral Fallow (20.09. / 21:20 – Imperial Theater), Wintersleep (21.09. / 00:40 – Knust), The Dope (21.09. / 22:35 – Pooca Bar), Honig (21.09. / 20:00 – Terrace Hill) The Wave Pictures (22.09 / 22:30 – Uebel & Gefährlich), Einar Stray (22.09. / 22:50 – St. Pauli Kirche), The Helio Sequence (22.09. / 23:20 – Prinzenbar), Jonas David (22.09. / 20:00 – Imperial Theater), Immanu El (22.09. / 20:00 – Gruenspan)

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