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Chor des Monats: Mai 2018

Heißer Mai. Heißes Programm. Unser Rückblick:

Tex live @ Nochtspeicher, Hamburg, 30.05.2018<br /> Copyright Doreen Reichmann Photography, 2018, all rights reserved

***Lucy Dacus (1.5., Prinzenbar) Ein viel zu leerer Spiegelsaal für eine vielversprechende Künstlerin an Gitarre und Gesang. Mit klassischer Bandbesetzung umzirpte sie die wenigen BesucherInnen, die nicht weniger begeistert waren. Erst zwei Alben alt ist die Dame aus Virginia, die Hamburg hübsch findet und sich für Amerika schämt. Das ist Gitarren-Alternative-Indie-Kram der sich gewaschen hat, und zwar nicht nur im Schonprogramm. (tk) ***30 Seconds to Mars (2.5., Barclaycard Arena) Schön aussehen ist leider nicht genug. Wo war denn bitte die Band, was war davon überhaupt live, war der Soundmann überhaupt anwesend oder kann Jared Leto wirklich nicht singen und wieso zum Henker soll man zu jedem, wirklich jedem Lied springen (egal wie langsam das Lied)? Und ja, du hast gerade eben erst gefragt wie es uns geht. Wird nicht besser. Von den Leuten mit Kamera, Handy und anderer Kamera auf der Bühne will ich gar nicht anfangen. Was für eine Farce. Jared Leto feiert ne Party auf instagram und wir waren dabei. Und ich dachte, ich hätte ein Ticket für ein Konzert gekauft. (eh)***Kettcar (5.5., Weinfest gegen Rassismus) Marcus Wiebusch & Friends war angekündigt und es wusste wohl jeder, was das bedeutet: selbstverständlich Kettcar. Ein kurzes Set für die weintrunkenen Gäste des schönen Weinfestes gegen Rassismus im Museum des FC St. Pauli. Wiebusch und Freunde wollten wohl auch lieber noch ein bisschen weiter Weine probieren statt auf der Bühne zu stehen, aber auch das recht kurze Set quer durch die alten und neuen Hits hat ziemlich Spaß gemacht. Kettcar gehen halt irgendwie immer. (eh)

Harrison Storm live @ Nochtwache, Hamburg, 30.05.2018<br /> Copyright Doreen Reichmann Photography, 2018, all rights reserved

***Kele Okereke (5.5, Molotow) Der Bloc Party-Frontmann auf Solopfaden: Was vor einigen Jahren noch für tanzbaren Elektropop stand, hat sich inzwischen in ein akustisches Singer-Songwriter-Projekt verwandelt. Kele hat nicht nur seinen Nachnamen dazugenommen, sondern auch einiges an Tiefe gewonnen. Mit seiner speziellen Art (ein Mix zwischen britischer Höflichkeit, trockenem Humor und großem Selbstbewusstsein) schaffte er es, dass das Publikum ihm und seiner Gitarre tatsächlich zuhörte – und die neuen Songs genauso feierte wie die alten Bloc Party-Klassiker, die selbst im warmen Club für Gänsehaut sorgten. (mu) ***Morcheeba (8.5., Docks) Das war nichts. Selbst die alten Klassiker kamen heruntergeleiert rüber. Viele gingen früher, es wurde leerer und lichter. Die neuesten Songs klangen nach Radiogeschwubber. Natürlich hat Skye eine grandiose Schmusestimme, aber das reichte heute nicht. Schade. Ich glaube wir sehen uns nicht wieder. (tk) ***Ciaran Lavery (10.5., Nochtwache) Hamburg, was war denn da los? Nur eine Hand voll Menschen fanden sich in dieser wundervollen Atmosphäre wieder und lauschten den großartigen Melodien des Iren. Wenn ihr wüsstet, was ihr verpasst habt. Verschwand die Band für einen Moment, wünschte man sich sie würden auch zu stillen Zuhörer werden, so unfassbar gingen die akustischen Nummern unter die Haut und verschmelzten mit den persönlichen Geschichten von Ciaran. “Train” blieb sogar noch Tage danach als wohlig warmes Gefühl. (tki)

Louis Baker live @ Nochtwache, Hamburg, 30.05.2018<br /> Copyright Doreen Reichmann Photography, 2018, all rights reserved

***Isaac Gracie (12.5., Molotow) Absolute Begeisterung. Sound toll, Gracie sympathisch, großartige Songs, super Stimmung. Zugabe “Last Words” das I-Tüpfelchen: Es hätte kitschig sein können, aber es war einfach nur schön. (eh) ***Horisont / Dead Lord (14.5., Logo) Der Typ hat irgendwas Cheech und Chong-Mäßiges, der Frontmann von Dead Lord. Jedenfalls sehr charismatisch, irrer Blick wenn er will, hammer Stimme. Überhaupt rocken Dead Lord das Logo so wie es dem Laden gebührt – fett und derbe und urwüchsig. Lustiger Running Gag: wiederholte Ansage-Huldigungen der “Electric Guitar”. Da kommen sie nicht ohne Zugabe davon, ebensowenig wie Horisont. Die legen direkt nach, machen noch einige Meter Boden gut auf der Zeitreise Richtung Seventies. Publikumsinteraktion halten beide Bands scheinbar für Zeitverschwendung, aber das verzeiht die verschwitzte Logo-Crowd gerne. Nur Co-Headliner und Headliner, sonst nix, jeweils mit ausgedehntem Set und klasse Performance, das reicht für Rock’n’Roll Happiness! (df) ***Roger Waters (14.5., Barclaycard Arena) Roger Waters ließ das Schwein fliegen, spannte eine riesen Leinwand quer durch die Halle auf der die politischen Botschaften visuell verstärkt werden konnten und gab viele Pink Floyd Klassiker zum Besten. Inspirierend. (cR)

***Ben Folds (Haux live @ Nochtspeicher, Hamburg, 22.05.2018<br /> Copyright Doreen Reichmann Photography, 2018, all rights reserved16.5., Elbphilharmonie) Und wie immer in der Elphi so ein Zwiespalt: Irgendwie passt Folds – solo unterwegs mit Klavier (und Blitz-Schlagzeug-Solo-Einlage) – doch überraschend gut in die Elphi, aber irgendwie auch so gar nicht. Vor allem irritierte wie immer, dass ein nicht zu vernachlässigender Anteil des Publikums offensichtlich nur mal einen Blick in den Saal werfen wollte (oder Folds hat viel Promotion bei den über 65-jährigen bertrieben…). Das macht glücklicherweise aber letztlich gar nichts! Denn Folds spielt 2h durch, hat die Hits dabei, dirigiert das Publikum und hat sichtlich Spaß an der etwas merkwürdig anmutenden Location. Nächstes Mal auch gerne wieder mit Band im Docks, aber es war definitiv ein guter Abend! (eh) *** Haux (22.5., Nochtspeicher) Mit einem Namen wie Woodson Black kann man eigentlich getrost auf einen Künstlernamen verzichten. Aber “Haux” klingt auch toll und passt auch viel schöner als wunderschöne Bühnendeko mit LED-Röhren im Hintergrund. Die jungen Mädels im Publikum sind ganz verzückt, mit seiner ruhigen Art verzaubert er das Publikum. Das i-Tüpfelchen für mich war das Bon Iver- und Cigarettes After Sex-Cover. So viele Songs hat der junge Mann eben noch gar nicht, noch nicht einmal ein Album, und dennoch ist der Nochtspeicher ausverkauft beim 3. offiziellen Konzert in Hamburg (inklusive Reeperbahn Festival 2016), wir werden wohl noch viel von Haux hören, ich freu mich drauf. (dr)  ***Madsen (24.5., Markthalle) Bevor sie am 15. Dezember im Mehr! Theater spielen werden (wir präsentieren), spielten Madsen in der in 90 Minuten ausverkauften Markthalle einen ultra-heißen Club-Gig mit nur wenig neuen Songs (“Die spielen wir dann beim nächsten Mal”), aber dafür reichlich angespielten Cover-Versionen. Von Seal bis Sepultura und dazwischen die Ramones, Kunze oder Bon Jovi. Sebastian: “Sorry, aber das macht so viel Spaß”. Fast zwei Stunden zockten sich die Brüder und die Sexmachine durch die Hitze, feuerten ohne Ende Konfetti ab, versuchten so etwas wie die Wall Of Death und holten sich am Ende Hirsch von Montreal auf die Bühne. Es war der 30. Hamburg-Gig von Madsen. Und er war absolut großartig. (mf)

The Lion &amp; The Wolf live @ Astra Stube, Hamburg, 27.05.2018<br /> Copyright Doreen Reichmann Photography, 2018, all rights reserved*** The Lion & The Wolf (27.5., Astra Stube) Tom George hat diesmal eine neue Band im Gepäck und den ruhigen Songs allerlei Effekte übergestülpt, er nennt es passenderweise “The Lion & The Wolf 2.0”. Ich muss mich an den neuen Sound erst noch gewöhnen, aber das Konzert war wieder einmal wundervoll. Und Tom kann nun behaupten, dass bei ihm die Mädels umkippen, wenn auch nur wegen der Temperaturen in der heißen Astra Stube. (dr) *** Tex (30.5., Nochtspeicher) Was macht man schönes an einem heißen und schwülen Abend? Man geht natürlich auf ein Clubkonzert. Dachte zum Glück nicht nur ich. Wahnsinns-Stimmung im gut gefüllten Nochtspeicher und das bei echt unmenschlichen Temperaturen, die selbst die üblichen Verdächtigen wie Logo und Molotow übertreffen konnten. Tex hat es mit Bravour gemeistert und hinterließ einmal mehr viele glückliche Gesichter. (dr) *** Harrison Storm (30.5., Nochtwache) Unten in der Nochtwache gab es das Konkurrenzprogramm mit Harrison Storm und Support Louis Baker. Wie das Harrison Storm in Wollsocken ausgehalten hat (dem Australier hat wohl jemand gesagt in Europa sei es kalt  ;), ist mir unklar. Aber unfassbar sympathischer Typ, tolle Musik, das sollte man sich beim nächsten Mal definitiv nicht entgehen lassen! Louis Baker war mindestens genauso sympathisch und begeisterte mit seiner Soulstimme. (dr)