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Album der Woche: Cursive

Bevor es in den kommenden Wochen in eine andere Richtung der Woche geht, gibt’s heute noch mal, schon wieder, wie zuletzt öfter, alte Helden, Indie-Größen, Style-Erfinder. Cursive. Die heute und damit nach mehr als sechs Jahren ein neues Album veröffentlichen. „Vitriola“. Album der Woche. Sorry, Behemoth. Ihr kommt später.

Im Interview mit Stereogum sagt Sänger Tim Kasher zum neuen Album: „Es ist ziemlich düster geworden und ich war grausamer denn je, danke der aktuellen Regierung. Es war für mich besonders wichtig auf Vitriola einen facettenreicheren Sound und eine große Auswahl an verschiedensten Emotionen zu präsentieren.“ Auf concert-news.de sagen wir zum neuen Album: „Wow.“

So unterschiedlich die Songs sind, so vielfältig sie auch sind. Was sie verbindet: ist Kraft. Cursivsche Kraft, die selbst vor Balladen wie „Remorse“ nicht halt. Eindringlich können viele, betörend auch. Cursive setzen einen drauf, vermischen hier Dredg-Gitarren mit einem Klavier und: Wow. Überhaupt mischen sie hier gerne, mischen bei „Ouroboros“ eine Schippe Sprechgesang unter den schroffen, fast schon stampfenden Groove, mischen bei „Pick Up The Pieces“ Punk mit Cello. Geht beides. Geht gut.

Und sonst so? Verstecken sie unter den Wellen von „Under The Rainbow“ einen butterweichen Ohrwurm, zeigen mit „Everending“, wie großartig Pop sein kann, und huldigen mit „Ghost Writer“ die 1990er Indie-HochZeiten, ohne 1990er Indie zu sein. Und der Rest ist auch super. Wütend, ehrlich, emotional, EMO also, anders. Voller Cursivscher Kraft, voller Klasse. Bitte kaufen, bitte lieben. (mf)