Browsing: Albumreview

Einfach mal hinsetzen. Alleine. Und genießen. Wir empfehlen: das neue Album von My Ugly Clementine. “Vitamin C” heißt es, letzten Freitag ist es erschienen. Ziemlich klasse ist. Sehr schön, sehr beruhigend, aber sehr gar nicht langweilig. Eher so: sehr clever, sehr berührend, sehr interessant. Nicht anstrengend. Die Band kommt aus…

Neulich. Nostalgie-Anfall, in den Gedanken wühlen, einfach mal wieder hören. “Angelia” von Richard Marx. Passte ja, schließlich hat der Mann gerade eine neue Platte am Start. Aber erst: “Angelia”, aus Nostalgie wird Schmacht, was war das damals schön. Doch dann. Die Frau. “Mach das aus”. Und sie macht aus. Und…

Gestern war es soweit. Gestern erschien “There Is No Other”, das erste Solo-Album von Isobel Campbell seit, Moment, rechnen, rechnen, rechnen. Seit 16 Jahren. Puh. Und puh. Ist das Ding schön. Also wirklich schön. Ohne jetzt die Geschichte und die Diskografie der Frau vollständig und auswendig aufsagen zu können, außer:…

Im “Niemandsland zwischen Gymnasiastensprech und Battle-Rap” haben es sich Kinderzimmer Productions bekanntlich schon längst ungemütlich gemacht. Sechs Alben lang fehlte Nummer Sieben und bitte sehr hier gehen wir in “Todesverachtung To Go” seit dem 17. Januar. Inklusive sehr gut und spät verstecktem “Hit Me With Your Rhythm Stick”-Zitat. Die Älteren…

Künstler*innen die solche schmierig schönen Kunstglocken wie im “Schokoladenbrunnen” arrangieren, traten zuletzt in Tommys Pop Show auf. In der Playback-Jahresausgabe aus der Dortmunder Westfalenhalle kurz vor Weihnachten 1986. In Wahrheit ist gerade das erste Albumdrittel inhaliert und “Yvon im Kreis der Liebe” längst mit allen im Raum befindlichen Lavalampen verschmolzen,…

“Unter der Haut eine überhitzte Fabrik”. Fertig. Alles gesagt. Weil Albumtitel des Jahres. Und unter der Raumschiff Orion-Artwork-Verpackung so? Steilvorlage für alle Locas In Love-Liebhaber*innen ist natürlich Stefanie Schranks unverwechselbar angenehme Stimme. Eine, die einerseits stets im Nirvana zu verschwinden droht(e), während sie hier solo wiederum exakt das tut, wovor…

Nichts ist unendlich. Kein Verlangen der Welt stillbar. Daran kann auch ein Jan Kerscher nichts ändern. Jedoch kann er das Gefühl der Unendlichkeit einem mit Speed durch den Körper jagen. Eindringlicher denn je zieht diese Platte einen so hart in den Bann, dass man alles, gar jede Sekunde, jeden noch…

Yeah, sauber, Jubiläum. Das erste. Vor genau einem Monat veröffentlichten die britischen Dinosaur Pile-Up ihr wunderbares “Celebrity Mansions”-Album. Bis heute läuft das gute Stück bei uns weiter rauf und runter. Okay, zumindest bei manchen von uns … “Celebrity Mansions” ist so etwas wie eine lärmende, dreckige Fusion, ein moderner Cross-Over,…

Unser lieber Falk, der Initiator von “Knack den Krebs” (die Charitykonzerte von “Knack den Krebs” unterstützen die “Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.”, die Spende erhalten die Kinder für die Musiktherapie, das finden wir großartig!), hat seine erste deutsche EP “Nie wieder allein” rausgebracht. Damit seine Tochter ihn versteht, singt der Singer- und…

Welches Schublädchen hätten’s denn gern? Fragt der alte Mann. Fick dich. Sagen die jungen Männer. Sagen Remo Drive. Nur sicherlich viel höflicher. So sehen sie zumindest aus. So nett, adrett. Höflich. Männer mit Stil. Und ohne. Vergangenen Freitag erschien ihr neues Album “Ordinary, Everyday Degradation”. Beheimatet auf Epitaph. Heimat von…

Von “Soul und Sex” reden sie, wenn sie von Gosto reden. Von James Blake und Chet Faker, Frank Ocean und Prince. Ja, okay, stimmt. Passt, gibt eine Richtung vor. ABER. Roel Vermeer, der 27-Jährige aus den Niederlanden, der Mann, der Gosto ist, ist noch viel mehr. Und deshalb ergänzen wir…

Wenn einem alle sagen, wie toll diese Band ist, wie toll dieses Album ist, wie toll das Konzert werden will … dann glaubt man das irgendwann. Und wenn man es sich dann anhört, dieses “Broken”, dann merkt man irgendwann: So ganz unrecht haben diese alle gar nicht. Friska Viljor sind gar…

“Unmöglich”. Wer sich diesem Hamburger annimmt, muss schon starke Nerven haben. So schnell wie “Ciao” die ersten Töne erklingen lässt, stoppt “Ciao” auch wieder. Eigenwillig tanzt die neue Platte aus der Reihe. Ganz im Sinne ihrer Zweideutigkeit. Erst beim zweiten Anlauf, der die Aggressivität im Bauch mit sich bringt, trifft Nisse genau diesen sensiblen…

Einmal werden wir noch wach … dann gibt’s “Again”, das neue Ding von Leoniden. Das tolle Ding, das Pflichtding, das wundervolle neue Album. Dieses bunte Album, vielfältig und spannend, voller Indie, Dance und Pop, voller Liebe und … Leoniden. Ein typisches Album? Kann man das sagen, wenn eine Band erst…

Zur gestrigen Releaseparty gab es nicht nur Schnaps und viel Liebe, auch eine feine Schweiß-Flatdrate und Thekengesang waren in der Astra Stube Ehrensache. Was Platten angeht, habe ich die Erwartungshaltung an diese Jungs schon vor Jahren eingestellt. Warum? Nicht einmal das Amen in der Kirche ist so sicher, wie die…

Vorweg: “Broken Politics” klingt nicht annähernd nach “Broken Politics” auf dem neuen Album von Neneh Cherry (das Album erscheint morgen). Zumindest klingt es nicht annähernd so, wie die Zielvorstellung im Kurzschluss lauten könnte: Zersetzt, in Splittern, gebrochen, aus der Spur, hektisch, unstrukturiert, am Ende einfach kaputt oder gar zerstört. Neneh Cherry hat…

Moin lieber Enthusiasmus, bitte krieg dich nie mehr ein. Wir sagen: “Ja! Ja! Ja!” zu diesem Debüt, mit dem wir direkt amtlich vor den Altar treten würden. Also: “Wann hast du Zeit?”. Unperfekt unbequem statt elende Massenpsychologie. Schon einleitend stellt “Die Wahl” klar: Jeder darf Zuschauer von Gut und Schlecht sein,…

Wirklich? Ich? Verzaubert lasse ich mich durch das erste Stück auf Dogviolet tragen. Auf ihrem Debütalbum schafft es Laurel in eine Pop Lounge einzuladen, in der man meint, einige der Anwesenden schon einmal gehört zu haben. Etwas Lana Del Rey, verträumte, wehmütige Popsongs (das ist hier keine Anklage), diese werden…